Kategorie: Fussball – 1. Mannschaft

Spielbericht Kreispokal 1. Runde: SG Tairnbach – TSV Rettigheim 1902 e.V. 3:1 (2:0)

Kreispokal: 1. Runde

SG Tairnbach – TSV Rettigheim 1902 e.V.  3:1 (2:0)

TSV scheitert desolat und chancenlos beim B-Ligisten!

Pokalspiele haben bekanntlich ihre eigenen Gesetze. Das gilt im speziellen für Teams, die ihre Spiele gegen vermeintliche Underdogs nicht ernst nehmen. Das ist den Hausherren aus Tairnbach nicht passiert. Die SG gewinnt das Erstrundenspiel gegen den vermeintlichen Außenseiter aus Rettigheim deutlich mit 3:1. So könnte ein Spielbericht beginnen…wären da nicht die Vorzeichen vertauscht. Am Ende durfte man in Rettigheim bei nur drei Gegentoren noch zufrieden sein. Das Spiel hätte auch gerne 6 oder 7:1 enden können.

Bereits nach 6 Minuten deckten die taktisch gut eingestellten Tairnbacher die Schwächen des TSV gnadenlos auf. Sinnbildlich für die gesamte Partie war es ein Konter und eine völlig konfus wirkenden TSV-Defensive, die schon früh den Matchplan der Hausherren offenbarte. Spätestens jetzt hätte auch dem letzten TSV-Akteur bewusst werden müssen, dass es kein Spaziergang werden würde. Tat es aber nicht…und so sah das Spiel des TSV auch über weite Strecken aus. Sicherlich hatte man mehr vom Spiel und Tairnbach beschränkte sich auf das Effektivste, nämlich Konterfussball, wie der TSV allerdings auftrat war mehr als ernüchternd. Nicht nur, dass der TSV ideen- und planlos wirkte, noch viel schlimmer war: viele technische Mängel und eine indiskutable Laufbereitschaft rundeten das Auftreten des Kreisligisten ab. Auch das 2:0, nur eine Minute vor der Halbzeitpause, war bezeichnend für das schwache Defensivverhalten des Kreisligisten. Ein Freistoß und ein Doppelpass reichen, um die Hintermannschaft der Rettigheimer wie Schuljungen aussehen zu lassen. Das gleiche gilt im Anschluss für den Abwehrversuch am langen Pfosten, der ebenfalls eher nach Slapstick, wie nach Konsequenz aussah. Gerade in diesen ersten 45 Minuten war die SG Tairnbach in allen Belangen überlegen…nicht nur was die Einstellung betrifft, vor allem taktisch. Der Plan des B-Ligisten war auch von Laien klar zu erkennen. Dieser Plan wurde diszipliniert durchgeführt. Dieser Plan und vor allem diese Disziplin fehlte dem TSV von Anfang an. Durch die zahlreichen Kontersituationen wäre auch eine höhere Halbzeitführung durchaus möglich gewesen, während die TSV-Offensiv praktisch gar nicht stattfand.

Mit Beginn der zweiten Hälfte hätte die SG das Spiel schon wesentlich früher entscheiden können. Unvollendete Freiläufe, Pfostenschüsse und Unvermögen der SG ließen den TSV am Leben. In der 74. Minute fand dann das berühmte blinde Huhn dann doch mal ein Korn. Menges brachte den TSV mit dem Anschlusstreffer zurück ins Spiel. Wer dachte, es wäre der Startschuss zu einem unwiderstehlichen Sturmlauf gewesen…weit gefehlt. Die SG Tairnbach zog sich um den 16m Raum zurück und klärte die halbgaren Angriffs- und Flankenversuche ohne größere Probleme. Mit einem Sonntagsschuss in der 79. Minute aus gut 25m erstickte die SG Tairnbach sämtliche Hoffnung des Kreisligisten bereits im Keim. Betrachtet man die Partie nüchtern, hätte die Niederlage noch deutlich höher ausfallen müssen.

Spielbericht bfv-Vereinspokal 1. Runde: TSV Rettigheim 1902 e.V. vs. FV Brühl

Badischer Vereinspokal (bfv-Pokal): 1. Runde

TSV Rettigheim 1902 e.V. (KL, HD) – FV Brühl (LL, R-N) 1:4 (0:3)

Landesligist aus Brühl wird seiner Favoritenrolle gerecht…

Gerade einmal 70 Sekunden waren gespielt, da zappelte der Ball zum ersten Mal im Rettigheimer Netz. Vorausgegangen war allerdings eine glasklare Abseitsstellung, die kurioserweise ungeahndet blieb. Dennoch schien der Treffer trotz Raumvorteil von Brühls Greulich vermeidbar, hätte das Spiel für alle TSV-Akteure zur gleichen Zeit begonnen. Die Treffer zum 0:2 (17.) bzw 0:3 (30.) noch vor der Pause, waren dann allerdings das Resultat von Brühls wenig überraschender Überlegenheit. Der TSV stellte sich allerdings trotz zahlreicher Ausfälle wichtiger Stammspieler relativ schnell auf die Spielweise der hochfavorisierten Gäste ein. So war zwar ein Klassenunterschied festzustellen, aber halt auch nur jener eine. Der TSV kam sogar Mitte der ersten Hälfte zu echten Torchancen. Die größte dürfte der Pfostentreffer von Dehnelt gewesen sein, dessen sehenswerter Diagonalschuss vom rechten Strafraumeck ein Tor verdient gehabt hätte.

Vielleicht schaltete der ambitionierte FV Brühl im zweiten Durchgang ein paar Gänge zurück, aber das Spiel änderte sich im zweiten Abschnitt merklich. Der TSV war nun deutlich präsenter und erarbeitete sich bis Mitte der zweiten Hälfte sogar ein leichtes, zumindest optisches Übergewicht. Den FV Brühl noch ernsthaft in Gefahr zu bringen, schien aussichtslos…aber beschäftigen konnte man sie nun deutlich besser. Wieder war es allerdings ein individueller Fehler in der TSV Hintermannschaft, der dem FV Brühl das 0:4 bescherte. Der TSV betrieb enorm viel Aufwand…und belohnte sich am Ende doch noch mit einem Treffer. Beim vorangegangenen Lehrbuch-Spielzug über die rechte Angriffsseite, war dann auch die Defensive der Gäste überfordert. David Kubiczek bediente abschließend Kinzel im Zentrum, der drehte sich gekonnt um seinen Gegenspieler und schoss zum umjubelten 1:4 in die Maschen. Selbst ein zweites Tor war in der Schlussphase durchaus möglich.

Umterm Strich geht der Sieg des FV Brühl selbstverständlich hochverdient in Ordnung. Allerdings: betrachtet man die Ausfälle im Vorfeld, die Umstände bei mindestens zwei Gegentore…doch vor allem das Engagement der gesamten Mannschaft, war man sich nach Spielende im Rettigheimer Lager einig: unzufrieden war man nach diesem Auftritt keinesfalls. Die Mannschaft verkaufte sich teuer. Der FV Brühl hätte sicherlich zulegen können, hätten Sie gemusst. Betrachtet man den Spielverlauf aber nüchtern, fiel der Sieg vielleicht sogar 1-2 Tore zu hoch aus.

Vorschau: 

Kreispokal HD; 1. Runde: Sonntag, 31.07.2022; 17:00 Uhr

SG Tairnbach – TSV Rettigheim 1902 e.V.

Der badische Vereinspokal und somit die Hoffnung auf die Teilnahme am DFB-Pokal 2023/2024 ist für diese Saison Geschichte. Einen weitaus höheren Stellenwert hat in Rettigheimer sicherlich der Kreispokal. Dort trifft man in der ersten Runde am kommenden Sonntag auf die SG Tairnbach. Auf dem Papier dürfte der TSV deutlich favorisiert in die Partie gegen den Ortsnachbar gehen. Der SG Tairnbach wird die Rolle des Underdogs deshalb vermutlich dankend annehmen.  Im ersten Aufeinandertreffen unter Wettbewerbsbedingungen seit Ewigkeiten ist trotzdem Spannung zu erwarten…wie man weiß, hat der Pokal seine eigenen Gesetze. Erst recht bei einem Derby…mit Sicherheit aber bei einem Ortstderby!

Spielbericht: TSV Rettigheim 1902 e.V. – Eberbacher SC 2:2 (1:1)

TSV Rettigheim 1902 e.V. – Eberbacher SC 2:2 (1:1)

Friedliches Unentschieden am letzten Spieltag. TSV verabschiedet verdiente Spieler!

Das letzte Rundenspiel der Saison 2021/2022 stand ganz unter dem Zeichen „Abschied“. Mit Fatih Sarica, Jonas Rehn und Tobias Fuchs verlassen drei verdiente Spieler den Verein und widmen sich neue Aufgaben. TSV-Jugendspieler Fatih Sarica wird zum Sinsheimer A-Ligist SV Tiefenbach wechseln. Jonas Rehn, ebenfalls ein Rettigheimer Eigengewächs, verlässt den TSV in Richtung Landesligist VFB St. Leon, während Tobias Fuchs nach sieben Jahren TSV zu seinem Heimatverein SG Tairnbach in die Kreisklasse B zurückkehrt, um seine aktive Karriere dort zu beenden. Der TSV wünscht allen Abgängen viel Erfolg und einen bestmöglichen Start in die neue Herausforderung! Abteilungsleiter-Vize Michael Wörns verabschiedete die Spieler vor der Partie gebührend mit einem kurzen Rückblick, während der Spielausschuss-Vorsitzende Domenik Marschall ein Trikotpräsent des Vereins überreichte.

Fußball wurden dann auch noch gespielt. In einem über die gesamte Dauer ausgeglichenen Spiel führten die Gäste aus Eberbach nach 27 Minuten mit 1:0, ehe Kinzel nur eine Minute später ausgleichen konnte (28.). Eberbachs Balukcic sorgte in der 59. Minute für die erneute Gästeführung. Doch auch diese hielt nicht lange. Tobias Rausch köpfte nur drei Minuten später eine Rehn-Ecke unhaltbar zum 2:2 Endstand ein (62.). Beide Teams begnügten sich bis zum Ende mit etwas Sommerfußball und einigten sich zum Schluss auf ein verdientes und leistungsgerechtes 2:2 Unentschieden.

Spielbericht: TSV Wieblingen – TSV Rettigheim 1902 e.V. 1:1 (0:0)

TSV Wieblingen – TSV Rettigheim 1902 e.V.  1:1 (0:0)

Munteres Spielchen in Wieblingen…

Theoretisch gabs für beide Teams nichts mehr groß zu gewinnen. Zwei Spieltag vor Saisonende befinden sich beide Teams auf einem guten Mittelfeldplatz der Tabelle. Wer aber einen lauen Sommerkick erwartete wurde enttäuscht. Vielmehr war es von Beginn an ein rasantes und abwechslungsreiches Spiel mit hochkarätigen Torchancen auf beiden Seiten. Dass es zur Pause keine Tore gab, war doch schon sehr verwunderlich.

Auch im zweiten Abschnitt merkte man beiden Teams an: man wollte sich gut aus der Runde zur verabschieden. Beide Visiere blieben geöffnet und das Spiel blieb schön anzuschauen. TSV-Torjäger Jonas Rehn beendete dann in der 58. Minute den torlosen Angriffsfussball per Volleyknaller aus 16 Meter ins lange Toreck sehenswert. Das Spiel blieb temporeich…jetzt mit zahlreichen Konterchancen für die Rettigheimer Gäste. Der Namensvetter aus Wieblingen drückte jetzt auf den Ausgleich, was in der 76. Minute auch gelang. In der Schlussviertelstunde hätten beide Teams den Siegtreffer erzielen können, doch es blieb beim leistungsgerechten 1:1 Unentschieden. Das Spiel hätte aber auch 3:3 oder 4:4 ausgehen können.

Vorschau:

Letztes (Heim-)Spiel der Saison 2021/2022!

Kreisliga HD, 34. Spieltag

TSV Rettigheim 1902 e.V. (8.)  – Eberbacher SC (9.)

Spielbericht: FV Nußloch – TSV Rettigheim 1902 e.V. 6:1 (3:0)

FV Nußloch – TSV Rettigheim 1902 e.V.  6:1 (3:0)

Herbe Klatsche beim Klassenbesten!

Der TSV verliert das vermeintlich leichteste Spiel des Jahres zu Recht und auch in dieser Höhe mehr als verdient mit 6:1. Allein dem FV Nußloch war es zu verdanken, dass der Sieg noch drastischer ausgefallen ist.

Mit dem Anpfiff weg dominierte der designierte Kreisligameister die Partie nach Belieben. Nach wenigen Minuten erspielte sich der Tabellenerste gleich mehrere Torchancen. Es dauerte aber bis zur 12. Spielminute, ehe es zum ersten Mal im Kasten des TSV klingelte. Nur 5 Minuten später erhöhte der hochfavorisierte Gastgeber auf 2:0 (17.). Auch wenn der FV Nußloch in allen Belangen überlegen war, die Art und Weise, wie der TSV diese Tore kassierte, war indiskutabel. Der FV Nußloch ließ den TSV teils wie eine Schülermannschaft aussehen und die Rettigheimer ergaben sich dem Schicksal. Auch im weiteren Verlauf kam der TSV nur bedingt konstruktiv über die Mittellinie. Es fehlte einfach an allem, was man gegen einen solchen schier übermächtigen Gegner braucht. So kam Nußloch kurz vor der Pause noch zum 3:0 (40.). Zweifelsohne hätte es aber auch 5 oder 6:0 stehen können.

Der FV Nußloch ließ kein Stück locker und erhöhte gleich nach der Halbzeit auf 4:0 (49.), ehe allmählich das Tempo nachließ. Trotzdem fielen die Tore viel zu einfach. So auch in der 62. Minute zum zwischenzeitlichen 5:0. Durch einen Fehler in der FV Hintermannschaft, durfte sich Rehn erneut in die Torschützenliste eintragen (63.). Mit dem 6:1 in der 70. Minute beließ es der FV Nußloch dann auch mit dem Toreschießen und ersparte dem TSV eine historisch hohe Niederlage.

Vorschau:

Kreisliga HD, 31. Spieltag

Sonntag, 15.05.2022; 15:00 Uhr

TSV Rettigheim 1902 e.V. (8.) – SpVgg Baiertal (12.)

Spielbericht: TSV Rettigheim 1902 e.V. – VFB Leimen 1:2 (0:1)

TSV Rettigheim 1902 e.V. – VFB Leimen 1:2 (0:1)

Knappe Niederlage gegen den Relegationsaspiranten!

TSV gedenkt mit Schweigeminute und Trauerflor an Urgestein Martin Just!

Vor dem Spiel gedenkt der TSV mit einer Schweigeminute an das plötzlich und unerwartet verstorbenen TSV-Urgestein und langjährigen Abwehrchef des TSV-Rettigheim Martin Just. Martin Just war von 1983 bis Ende der 1990er Jahre aus der ersten Mannschaft des TSV Rettigheim nicht wegzudenken. Er prägte eine Ära. Martin Just verstarb in der vergangenen Woche im Alter von nur 56 Jahren. Der TSV zollte seinem langjährigen und treuen Führungsspieler per Trauerflor den Respekt und die Anerkennung, welchen Martin Just sich mit seiner unnachahmlichen Art und der großen Verbundenheit zu seinem Verein zweifelsohne verdient hat. Ruhe in Frieden, lieber Martin!

Zum Spiel:         

Der TSV musste sich am Tag der Arbeit nur knapp dem Favoriten aus Leimen mit 1:2 geschlagen geben! Der VFB war zwar durchweg spielbestimmend, tat sich aber besonders im letzten Spielfelddrittel doch schwerer als vielleicht im Vorfeld erwartet.

Die Partie begann von beiden Seiten konzentriert. Die Ausgangslage schien klar. Der VFB musste gewinnen, wollte sie die realistische Chance auf den Relegationspatz wahren. Nach einigen Minuten Spielzeit war das dann auch auf dem Platz sichtbar. Der VFB spielte sich immer wieder gefällig durchs Mittelfeld, ohne jedoch wirkliche Torgefahr auszustrahlen. Doch auch der TSV geizte mit nennenswerten Offensivaktionen. So dauert es bis kurz vor Halbzeitpause, ehe Onos doch noch die nicht unverdiente Führung erzielen konnte (42). Nicht unverdient deshalb, weil der TSV zwar leidenschaftlich verteidigte, der VFB Leimen aber doch die ein oder andere Torchance liegen ließ, während der TSV bis dato keine Durchschlagskraft besaß.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit konnte sich der TSV doch etwas besser befreien und selbst immer wieder Angriffe in Richtung VFB Tor starten. Auch wenn Leimen weiter die besseren Chancen zu verbuchen hatte, so konnte der TSV das Spiel nun offener gestalten. Torchancen blieben auf Seiten der Hausherren aber weiter Mangelware. Das Spiel wurde also in der Schlussphase entschieden…und da gings nochmal ordentlich hoch her. Mit der vermeintlichen Vorentscheidung, wieder durch Onos nach 81 Minuten, schien das Spiel gelaufen. Ja…war es am Ende auch. Doch durch den Anschlusstreffer von Rehn in der vierten Minute der Nachspielzeit und dem darauffolgenden Platzverweis für Leimens Federolf, musste der VFB am Ende doch nochmal um den sicher geglaubten Sieg zittern. Unterm Strich geht das Ergebnis in Ordnung und beide Teams, auch der TSV, konnte mit der gezeigten Leistung am Ende zufrieden sein.

Vorschau:

Kreisliga, 30. Spieltag

Sonntag, den 08.05.2022; 15:00 Uhr

FV Nußloch (1.) – TSV Rettigheim 1902 e.V. (8.)

Spielbericht: 1.FC Wiesloch – TSV Rettigheim 1902 e.V. 2:3 (1:2)

1.FC Wiesloch – TSV Rettigheim 1902 e.V.  2:3 (1:2)

TSV behauptet sich und holt zweiten Sieg in Folge!

In einer durchweg ausgeglichenen Kreisliga-Partie war der TSV am Ende der glückliche Gewinner. Torchancen gab es auf beiden Seiten genügend, so dass das Spiel auch in alle Richtungen hätte laufen können.

Mit dem Anpfiff hätte der TSV bereits in Führung gehen können…nein müssen! Doch Kinzel konnte seinen Alleingang nach wenigen Sekunden Spielzeit nicht nutzen. Ebenso Rehn und Menges, die wie Kinzel zuvor ebenfalls mit freier Bahn am guten Wieslocher Torhüter Özden scheiterten. Es war ein guter Start des TSV, wenn auch die Weichen dank der hohen Qualität an Chancen schon früh hätten gestellt werden können.  So war es Cetin, der die Hausherren per Abstauber überraschend in Front brachte (13.). Der TSV brauchte aber nicht lange, um ebenfalls Zählbares auf die Anzeigentafel zu bringen. Nur zwei Minuten später schickt Torjäger Rehn den erst 19-jährigen David Kubiczek auf die Reise.  Kubiczek setzte sich gekonnt auf der linken Außenbahn durch und vollendete eiskalt zum 1:1 (15.). Es war Kubiczek´s erstes Tor im Seniorenbereich. Jetzt hatte der TSV die Partie besser im Griff und legte sofort nach. Ein Traumpass von Krystian Kubiczek durch das gesamte Mittelfeld, erreichte den startenden Morten Menges, der seinen zweiten Alleingang nach 26 Minute zum 1:2 verwerten konnte. Knifflig wurde es noch einmal wenige Minuten vor der Halbzeit, als Rettigheims Weber im Strafraum eingreifen musste, aber dessen Gegenspieler wohl zu theatralisch zu Fall kommt.

Es waren wieder nur Sekunden nach Wiederbeginn gespielt, da hätte der TSV das Spiel erneut „vorentscheiden“ können. Rehn wurde mustergültig freigespielt, umkurvte noch den Torhüter und brachte anschließend den Ball aus ungünstigem Winkel nicht im leeren Tor unter.  Nur wenig später konnte er sich dann aber doch in die Torschützenliste eintragen. Kinzel sieht den startenden Rehn auf der rechten Außenbahn und dieses Mal klappt´s: mit einem satten und platzierten Schuss von der Strafraumkante in den kurzen Torwinkel erzielte der Rettigheimer Stürmer sein 24. Saisontor! Im Anschluss wurde die Partie ruppiger, zusehends härter und auch lauter. Zahlreiche Fouls und Nickligkeiten im Mittelfeld (beiderseits), unterbrachen die Partie immer wieder. Das gute Gespann um Schiedsrichter Schwechheimer blieb dabei stets ruhig und besonnen, was in dieser jetzt hitzigen Atmosphäre kein leichtes Unterfangen schien. Immer wieder wurde der Unparteiische belagert und in Diskussionen verwickelt. In dieser Phase wäre es aus Sicht der Hausherren sicher cleverer gewesen, sich mehr auf das zu konzentrieren, was sie nämlich eigentlich ganz gut können…Fußball spielen. Denn wenn sie das taten, brachten sie den TSV immer wieder in höchste Not…aber halt auch nur dann. Die Atmosphäre auf und vor allem außerhalb des Platzes spitzte sich mit zunehmender Spieldauer mehr und mehr zu. Erst recht, nachdem zum zweiten Mal vehement Elfmeter gefordert wurde. Krystian Kubiczek musste nach eigenem Fehler im Strafraum in einen Pressschlag. Da er aber wohl zuerst den Ball spielte, entschied das Gespann auf Eckball. Nachvollziehbar, wenn auch wieder eine Millimeterentscheidung. Mit dem 2:3 Anschlusstreffer nach 75 Minuten, drohte dem TSV doch noch der Verlust schon sicher geglaubter Punkte. Neutral betrachtet, wäre dies auch nicht unverdient gewesen. Doch nachdem auch der vermeintlich dritte Elfmeter nicht gegeben wurde, dieses Mal unbestritten, betrachtet man die aktuelle Handregel und weil sich der FC Wiesloch in der Nachspielzeit per Frustfoul eines Spielers entledigte, beendete der stets souveräne Schiedsrichter Schwechheimer die Partie nach 95 Minuten.

Vorschau:

Kreisliga HD, 29. Spieltag

Sonntag, 01. Mai 2022; 15:00 Uhr

TSV Rettigheim 1902 e.V. (7.) – VFB Leimen (3.)

Der Aufstiegsaspirant aus Leimen ist auf dem Hahnenberg zu Gast. Will der VFB ernsthaft um den angestrebten Relegationsplatz mitspielen, ist ein Sieg in Rettigheim fast schon Pflicht. In der Vorrunde trennte man sich in Leimen 1:1 Unentschieden. Ob der TSV dem Favoriten aus Leimen ein Bein im Aufstiegsrennen stellen kann, zeigt sich in einer hoffentlich spannenden Partie am Tag der Arbeit. Nicht anderes wird es wohl auch sein…eine Menge Arbeit für beide Teams!

Spielbericht: TSV Rettigheim 1902 e.V. – SG/SV Lobbach 5:4 (1:3)

TSV Rettigheim 1902 e.V. – SG/SV Lobbach 5:4 (1:3)

Der TSV Rettigheim feiert seine eigene Wiederauferstehung!

Die Vorzeichen beim anstehenden Heimspiel gegen das Tabellenkind aus Lobbach waren allesamt negativ. Mit gerade einmal 11 einsatzfähigen Feldspielern und ohne Torwart, stand das Spiel kurz vor der Absage. Mit AH-Leihgabe Robert Kirr im Sturm, Torwarttrainer Sebastian Martin zwischen den Pfosten und dem kurzfristig reaktivierten und Nicolas Beyer, sowie TSV-Jungtalent Nicolas Breitner auf der Bank, versuchte man wenigstens dem Fairplay gerecht zu werden und das Spiel zu absolvieren. Eine komplette Stammmannschaft war an diesem Tag aus verschiedenen Gründen nicht einsatzfähig. Dazu kam die blamable Niederlage aus der vergangenen Woche beim VFR Walldorf. Coach Rosenfelder ist derzeit wirklich nicht zu beneiden. Was aber an diesem Ostersamstag auf dem Rettigheimer „Ölberg“ zu sehen war, ist zwar nicht mit der Wiederauferstehung vor über 2000 Jahren zu vergleichen, zumindest erinnern die Ereignisse aber daran.

Das Spiel begann verhalten. Rettigheim, der Situation geschuldet vorsichtig agierend, kam erst nach gut einer viertel Stunde besser ins Spiel. Jonas Rehn erzielte nach 17 Minuten die Führung. Ein Traumpass von David Kubiczek erreichte den schnellen Stürmer mustergültig und Rehn konnte im zweiten Versuch zum 1:0 einschieben. Kurze Zeit später schob AH-Leihgabe Kirr einen Abstauber zum vermeintlichen 2:0 über die Linie. Der Treffer fand wegen einer angeblichen Abseitsstellung aber keine Anerkennung. Der Rettigheimer „Videobeweis“ entkräftet dieses Urteil allerdings deutlich. Der Gast aus Lobbach schlug dann aber zurück. Eindrucksvoll, wie sich nur ein paar Minuten später herausstellen sollte. Mit drei Treffern binnen 11 Minuten, sicherte sich Lobbach einen komfortablen 1:3 Pausenstand (24., 31., 35.). Dass man einen Gegner immer und zu jeder Zeit respektvoll behandeln sollte, musste Lobbachs Janis Edinger später im Spiel und auch jetzt in diesem Bericht bitter erfahren. Seine unqualifizierten und respektlosen Kommentare nach dem 1:3 quer über den Hahnenberg und für jeden hörbar, sollten er später wahrscheinlich bereuen. Denn wie „schlecht“ der TSV war, zeigte sich im zweiten Abschnitt. Edinger kannte wohl den Hahnenberg nicht. Diese Provokation war die perfekte Vorlage für Coach Rosenfelders Halbzeitansprache.

Mit Beginn des zweiten Abschnitts klappte der TSV die Visiere nach unten und drückte mächtig aufs Gas.  Zunächst feierte Nicolas Beyer ohne auch nur eine Trainingseinheit sein Comeback in der Kreisliga, ehe dann AH-Stürmer Robert Kirr auf den Plan trat. Wie sollte es auch anders sein, weil solche Geschichten eben nur der Fußball schreibt. Rehn bediente Kirr: 2:3 (48.). Nur fünf Minuten später gelang dem TSV der Ausgleich. Wie selbstverständlich war es…natürlich wieder „Oldie“ Robert Kirr, der mutig aus 10 Meter spitzem Winkel zum 3:3 einschoss (53.). Doch auch dieser Jubel wurde erstmal wieder relativ schnell im Keim erstickt. Dann nämlich, als die Schwalben auf dem Hahnenberg ziemlich tief flogen. Torwarttrainer Sebastian Martin parierte zwar den schmeichelhaften Strafstoß zunächst, gegen den Nachschuss war aber auch er dann machtlos (61.). Doch auch jetzt steckte der TSV nicht zurück. Per Doppelschlag brachte Jonas Rehn sein Team dann endgültig auf die Siegerstraße (68. und 69.)! Mit Nicolas Breitner durfte dann noch ein junges Eigengewächs sein Seniorendebüt feiern! Herzlichen Glückwunsch dazu, lieber Nicolas.

5:4 hieß es am Ende der Partie. Der TSV bestrafte verbal arrogante Lobbacher gnadenlos und zeigte den Gästen und vielleicht auch mal wieder sich selbst, was in der Truppe steckt…vor allem, wenn man mit dem Rücken zur Wand steht. Vielen Dank an der Stelle an Robert Kirr, Nicolas Beyer und Torwarttrainer Sebastian Martin für die Aushilfe und vielen Dank an die Mannschaft, die die Bedingungen an diesem Tag angenommen hat und selbst Rückschläge während des Spiels wie selbstverständlich endlich einfach mal wegarbeitete. Ein letzter Dank gilt Lobbachs Janis Edinger, der sicherlich einen großen Beitrag zur Niederlage seiner Mannschaft geleistet hat….eine Niederlage gegen ein Team aus wenig Stammpersonal, einem AH- und einem Jugendspieler, dem Torwarttrainer und einem untrainiert Reaktivierten. Es war ein denkwürdiges Spiel, wohl für alle…

Vorschau:

Kreisliga HD, 28. Spieltag

Sonntag, 24.04.2022; 17:00 Uhr

1.FC Wiesloch – TSV Rettigheim 1902 e.V.

(Spiel-?)Bericht: VFR Walldorf – TSV Rettigheim 1902 e.V. 2:1 (1:1)

VFR Walldorf – TSV Rettigheim 1902 e.V.  2:1 (1:1)

Peinliche Niederlage beim Abstiegskandidaten!

Ohne die Worte „peinlich“ und „desolat“, lässt sich dieser Spielbericht wohl kaum verfassen. Der TSV blamiert sich beim abstiegsbedrohten VFR Walldorf bis auf die Knochen. Auch wenn der Sieg des VFR durchaus glücklich zu Stande kam…der Auftritt des TSV war schlichtweg und in all seinen Facetten peinlich.

Den ersten Warnschuss der Partie gab es bereits in der dritten Spielminute. Frei nach dem Motto: „…und täglich grüßt das Murmeltier“, war wieder mal ein katastrophaler Fehlpass im Aufbauspiel der TSV-Verteidigung die Basis eines Gegentores…wie so oft in dieser Saison. Völlig unbedrängt und ohne Not, brachten ein TSV-Abwehrmann die Walldorfer Mittelfeldakteure ins Spiel. Zwei Stationen später, zappelte der Ball im Netz. Bereits jetzt hätte auch dem letzten Rettigheimer die Ausgangslage vom Rest des Spiels Bewusst werden können. War es wohl zunächst auch…so hattes es den Anschein. Der TSV war durchweg spielbestimmend. Zumindest im ersten Durchgang, aber auch über weite Strecken des zweiten Abschnitts. Allerdings konnte der TSV damit überhaupt nicht umgehen. Zwar war man bemüht, aber technische Mängel, viele viele Fehlpässe und unsaubere Aktionen, ersparten dem VFR herausragende Abwehrleistungen. „Brotlose Kunst“ trifft die Bemühungen des TSV wohl am ehesten. Je länger die Spielzeit, desto schlechter wurde das Spiel des TSV. Torchancen: Fehlanzeige. Mit dem Halbzeitpfiff konnte der TSV dann doch noch ausgleichen. Nils Kamuf bediente Krystian Kubiczek per Freistoß aus zentralen 25 Meter Torentfernung. Kubiczek setzte sich gegen Abwehrspieler und Torhüter durch und konnte im zweiten Versuch zum 1:1 Ausgleich einschieben (45.)

Wer dachte, der Ausgleichstreffer zum berühmten psychologisch, wichtigen Zeitpunkt wäre der Startschuss einer Wiedergutmachung der ersten Halbzeit gewesen, wurde sehr schnell eines besseren belehrt. Es wurde tatsächlich noch schlechter! Einzig die beiden TSV-6er Nils Kamuf und Morten Menges zeigten noch kämpferischen Willen und müssen von der Kritik zumindest deshalb befreit werden. Der Rest der Mannschaft tauchte unter und zwar tief. Die Defensive zeigte große Lücken, was dem VFR immer wieder Konter ermöglichte, während die einst so hochgelobte TSV-Offensive völlig harmlos, unmotiviert und ideenlos über den Platz schlenderte. Die nahezu komplette Mannschaft ließ die drohende Demütigung ohne große Gegenwehr über sich ergehen. Der jetzt wirklich peinliche Auftritt nahm dann auch ergebnistechnisch Form an…wenn auch äußerst glücklich. Eine Flanke von der rechten Außenlinie wurde von einer Böe erfasst und fiel völlig unkontrolliert über den machtlosen TSV-Keeper Braun ins lange Toreck (71.). Eine äußerst kuriose Szene, die aber sehr gut zur Situation passte. Gleich im Anschluss gab es tatsächlich die einzige TSV Chance, die aus dem Spiel heraus Gefahr brachte. Stürmer Jonas Rehn traf binnen Sekunden gleich zweimal den rechten Pfosten. Dabei bliebs dann aber auch. Mehrere Konterchancen des VFR gegen Ende der Partie hätten zu einer weit höheren Niederlage führen können, wenn nicht sogar müssen. So war man am Ende mit der 2:1 Niederlage noch sehr gut bedient, was per se schon eine Peinlichkeit darstellt, misst man die Ansprüche der Mannschaft und einiger Spieler an der gezeigten Leistung. Für den VFR Walldorf geht’s um den Abstieg. Dass man so ein Spiel auch mal verlieren kann, zumal der TSV sich im gesicherten Mittelfeld befindet, steht außer Frage…die Art und Weise aber, ist für Trainer und Verantwortliche sicher alarmierend.

Vorschau:

Kreisliga, 27. Spieltag

(Oster-) Samstag, 16.04.2022; 16:00 Uhr

TSV Rettigheim 1902 e.V. (7.) – SG-SV Lobbach (13.)

Spielbericht: TSV Rettigheim 1902 e.V. – ASC Neuenheim 2 2:2 (0:0)

TSV Rettigheim 1902 e.V. – ASC Neuenheim 2  2:2 (0:0)

0:2 Rückstand aufgeholt! TSV belohnt sich für starke Schlussphase!

In einer ausgeglichenen, aber über weite Strecken eher schwachen Kreisligapartie trennten sich die Tabellennachbarn aus Rettigheim und Neuenheim am Ende verdientermaßen 2:2 Unentschieden. Nach einer ereignisarmen ersten Hälfte fielen die Toren allesamt im zweiten Abschnitt. Der TSV belohnte sich dabei für eine starke Schlussphase und holte nach 0:2 Rückstand noch einen Zähler.

Die Partie begann von beiden Seiten strukturiert, aber offensiv verhalten. Einziger Höhepunkt war ein Lattentreffer von TSV-Stürmer Rehn kurz vor Ende der ersten Halbzeit. Ansonsten neutralisierten sich beide Teams weitestgehend im Mittelfeld. Bis auf den genannten Schuss an die Latte, gab es auf beiden Seiten keine nennenswerten Offensivaktionen.

Mit Beginn der zweiten Hälfte und dem glücklichen Führungstreffer der Gäste, nahm die Partie dann allerdings Fahrt auf. ASC´s Klauditz stand nach einer Ecke Mutterseelenallein im Strafraum und konnte den Ball gefühlt ungefährlich auf das TSV-Tor köpfen. Das Spielgerät fand trotzdem  und kurios den Weg hinter die Torlinie (51.). Es war der obligatorische Rückstand, ohne den der TSV derzeit nicht auskommt. Bis zur 76. Minute darf man dem TSV das Zeugnis „stets bemüht“ ausstellen, denn auch wenn man nun aktiver war…Torchancen blieben auch hier Mangelware. Die Partie schien ab der 76. Minute entschieden. Mit dem zweiten Torschuss des gesamten Spiels erhöhten die Gäste schmeichelhaft auf 0:2. Wieder ging ein grober Abwehrschnitzer der TSV-Verteidigung im Spielaufbau voraus. Ein unbedrängter Fehlpass ins Zentrum verwertete Czwielung direkt aus gut 25-30 Meter und erwischte damit auch Rettigheims Keeper Braun auf dem falschen Fuß. Der ASC 2 erzielte quasi aus einer halben Torchance zwei Treffer und keiner wusste eigentlich so richtig warum. Doch auch der TSV geizte bis zu diesem Zeitpunkt mit Torchancen. So könnte man Rehns Schuss aus 16 Meter wohlwollend erwähnen, der aber das Tor um einen guten Meter verfehlte. Erst ab der 80. Minute schien sich der TSV mit der Niederlage nicht zu begnügen. Fortan folgte ein Sturmlauf der Hausherren, der am Ende doch noch mit einem Punktgewinn belohnt wurde. Zunächst schalteten Jonas Rehn und Adrian Kretz bei einem Freistoß an der Strafraumgrenze am schnellsten und überraschte die ASC Abwehr gekonnt. Rehn bediente Kretz, der 2 Meter vor dem Tor nur noch den Fuß hinhalten musste (84.). Mit dem Anschlusstreffer brachen nun alle Dämme. Der ASC zog sich ängstlich zurück, was dem TSV immer mehr Platz bescherte. Nur 4 Minuten später war es letztendlich Krystian Kubiczek, der den Ball nach einer Schmitt-Flanke robust und im Anschluss vielumjubelt über die Linie drückte (88.). Am Ende dürften die Gäste den Schlusspfiff herbeigesehnt haben, denn nicht ohne Grund forderte man in der 89. Minute schon lautstark das Ende der Partie von der Trainerbank. Unterm Strich hätte das Spiel aber keinen Sieger verdient. Bis zur Schlussphase gab es insgesamt wenig, bis gar keine Torchancen. Tatsache ist allerdings auch: der TSV erkämpfte sich dank toller Moral und einem unbändigen Willen einen verdienten Punkt, während der ASC zwar effektiv, aber nur durch hausgemachte Fehler des TSV zum Torerfolg kam.