Kategorie: Abteilung Fussball

Spielbericht: TSV Rettigheim 1902 e.V. – FC Frauenweiler 1:8 (1:4)

Bye, Bye, Beyer! Spiel stand aber vor Absage…

Die Partie stand ganz im Zeichen des Abschieds von TSV-Urgestein Nicolas Beyer (31), der zukünftig am Rand des schönen Schwarzwalds seine Zelte aufschlägt und samt Partnerin einen neuen Lebensabschnitt beginnt. Doch eigentlich hätte das Spiel gar nicht hätte stattfinden können oder vielmehr dürfen. Mit gerade mal 6 einsatzfähigen Spielern des aktuellen Kaders, plus eine Handvoll eigentlich nicht spielfähigen Akteuren, stand das Spiel lange auf der Kippe. Weiter Stammspieler fehlten wegen Urlaub oder anderen Aktivitäten. Ohne die kurzfristige Bereitschaft der AH-Spieler N. Kamuf, Zrnic und Kirr (in der Startelf) und B. Kamuf und Blecher (zunächst auf der Bank) hätte das Spiel nicht stattfinden können. Im Sinne des FairPlay und besonders auch um Beyer sein „Abschiedsspiel“ zu ermöglichen, entschloss man sich alle Hebel in Bewegung zu setzen, um das letzten Saisonspiel bestreiten zu können.

Die Geschichte des Spiels ist deshalb auch relativ schnell erzählt. Bevor Frauenweiler das 0:1 erzielte (3.), hätte der TSV bereits führen müssen. Doch Dehnelts Alleingang brachte nichts ein. Auch zwei Minuten später, hätte Rosenberg, einen weiteren Treffer erzielen müssen, doch auch sein Alleingang wurde nicht verwertet. So stand es nach 35 Minuten 0:4. Als dann der eh schon angeschlagene TSV-Keeper Hirschberger (eigentlich nicht einsatzfähig; Fingerbruch) signalisierte, dass es für ihn nicht weitergeht, musste der ebenfalls nicht einsatzfähige Rausch ins Tor. Rosenberg erzielte in der kurzen Nachspielzeit noch den Anschlusstreffer (45.+1). Mit Blum strich ein weiterer Stammspieler in der Halbzeitpause krankheitsbedingt die Segel.

Der Aufsteiger aus Frauenweiler (Herzlichen Glückwunsch!) feierte am Ende einen 8:1 Auswärtserfolg und die Verantwortlichen des TSV, wohl aber auch die Spieler waren froh, dass diese Saison ihren Abschluss fand.

Der TSV bedankt sich auf diesem Weg bei den zahlreichen Unterstützern während der Saison und vor allem bei den AH-Akteuren N. Kamuf, B. Kamuf, Zrnic, Blecher und Kirr für den kurzfristigen Einsatz, um das Spiel überhaupt zu ermöglichen. Der TSV schließt die Saison auf einem 12 Tabellenrang ab und arbeitet bereits kräftig am neuen Kader der Saison 2024/2025!

Nici Beyer wünschen wir viel Erfolg und eine tolle Zeit im neuen Lebensabschnitt fern der Heimat.

Spielbericht: TSV Rettigheim 1902 e.V. – TSV Gauangelloch  1:1 (1:1)

Lauer Sommerkick endet mit gerechtem Unentschieden…

In einer sehr überschaubaren A-Klassenpartie sahen die zahlreichen Zuschauer eher einen Neckarwiesen-Sommerkick, als ein hochklassisches Saisonfinale. Am Ende stand es sowohl nach Toren, als auch Platzverweisen 1:1 Unentschieden. Für den TSV hätten drei Punkte den sicheren Klassenverbleib bedeutet. Von der Wichtigkeit dieser Punkte, war beim aber TSV nicht viel zu sehen, während der Tabellendritte nur das nötigste tat.

Wie schon in den vergangenen Wochen, hatte der TSV mit enormen Personalproblemen zu kämpfen. Dieses Mal auf der Torhüterposition. Gleich 5 (!) Torhüter-Optionen standen Trainer Björn Christ aus verschiedensten Gründen nicht zur Verfügung. Mit TSV-Oldie und jetzt wirklich ausgewiesener Allrounder, stellte sich Krystian Kubiczek zur Verfügung und hütete das TSV-Tor mit Bravour. Von dieser Einstellung dürfen sich einige TSV-Akteure gerne eine Scheibe abschneiden. Wenigstens kehrte Yilmaz nach 4-wöchiger Verletzungspause wieder ins Team zurück…wenn auch nur für kurze Zeit.

Bis auf die Tore durch Gauangellochs Kramer (28.), Kubiczek war hier machtlos, und Artin nach guter Vorarbeit von Rosenberg (38.), gab es lediglich nur zwei weitere sportlichen Höhepunkte. Zum einen packte Kubiczek sein ganzes Können aus und fischte einen Vollspannschuss Mitte der zweiten Hälfte aus dem Torwinkel und zum anderen landete eine verunglückte Flanke Breitner-Flanke kurz vor Schluss beinahe unter der Querlatte. Ansonsten blieben alle Akteure auf dem Feld, Heimelf wie Gast, weit unter ihren Möglichkeiten und somit blass! Apropos blass…Farbe kam dann doch noch ins Spiel, als eine völlig harmlose Situation zwischen Rettigheims Co-Trainer Yilmaz und einem Gauangellocher Spieler völlig grundlos eskalierte. Beide Spieler wurden daraufhin zum Abkühlen per Platzverweis frühzeitig zum Duschen geschickt…und das völlig zurecht (66.). So blieb es bei einem leistungsgerechten 1:1 Unentschieden…nach Toren und Platzverweisen.

Vorschau:

Sonntag, 26.05.2024; 13:00 Uhr

Kreisklasse A, 29. Spieltag

1.FC Mühlhausen 2 – TSV Rettigheim 1902 e.V.

Spielbericht: TSV Rettigheim 1902 e.V. – BSC Mückenloch  5:1 (1:0)

Befreiungsschlag! TSV-Notelf fertigt BSC Mückenloch ab…

Seit Wochen geht der TSV nummerisch auf dem Zahnfleisch. Nur mit größter Mühe wurden die letzten Spiele bestritten. Das schlug sich deutlich in den Ergebnissen wieder und ließ den TSV in gefährliche Regionen der Tabelle abrutschen. Die personellen Probleme rissen auch beim Heimspiel gegen den BSC Mückenloch nicht ab…ganz im Gegenteil. Ohne die AH-Spieler Klotz und Kamuf, sowie dem untrainierten Spielausschuss-Chef Marschall, hätte man an diesem Tag praktisch ohne Auswechselspieler antreten müssen. Der eigentlich verletzte Stammtorhüter Hirschberger (Fingerbruch) fungierte als zusätzliche Feld-Option auf der Ersatzbank. Dazu standen gleich mehrere Spieler angeschlagen in der Startelf. Artin fehlte zudem gelb/rot gesperrt.

Es war also klar: ohne eine disziplinierte und geschlossene Mannschaftsleistung würden auch in dieser Partie dringend benötigte Punkte in weite Ferne rücken. Die Partie begann verhalten. Beim ersten nennenswerten Angriff nach 12 Minuten, bekam der TSV einen berechtigten Foulelfmeter zugesprochen. Adrian Kretz verwandelte wie gewohnt sicher zur 1:0 Führung. Die Partie verflachte im Anschluss zusehends. Bis zur Halbzeitpause hatte der TSV wenig und der BSC so gut wie keine gefährliche Aktion mit Torgefahr. So bliebe es zur Pause bei einer überschaubaren und knappen TSV-Führung.

Mit dem ersten Angriff nach Wiederbeginn konnte der TSV die Führung erhöhen. „Oldie“ Krystian Kubiczek verwertete eine Kefalogiannis-Flanke mit Hilfe des linken Pfostens zum 2:0 (46.) und erstickte so die Hoffnung des BSC im Keim. Diese Hoffnung wuchs allerdings wieder etwas, als der BSC nur wenig später auf 2:1 verkürzen konnte (57.). Es war die beste Phase der Gäste, in der das Spiel durchaus hätte kippen können. Größere BSC-Torchancen blieben aber auch in dieser für den TSV schwierigen Phase aus. Dann war Breitner-Zeit auf dem Hahnenberg! Zunächst erzielte Rosenberg nach Vorarbeit von Breitner das 3:1 und stellte somit die Weichen endgültig auf Heimsieg (68.)! Die Partie wurde indes ruppiger. Grenzwertige Frustfouls ließen die Gemüter hochkochen, obwohl die Partie spätestens nach dem Doppelpack von eben jenem Breitner zum 4 und 5:1 (76. und 84.) längst entschieden war. Es waren die ersten Treffer von Nicolas Breitner im Herrenbereich überhaupt. Leider verlor auch der Unparteiische in der Schlussphase etwas die Nerven. Zuerst erwischte es den Gast, als der betroffene Spieler ein angebliches Foulspiel berechtigterweise in Frage stellte (es war definitiv kein Foul). Der Spieler sah zuerst gelb wegen Reklamierens und im Anschluss gelb/rot. Dann ereilte es den TSV mit einer Konzessionsentscheidung in der Schlussminute. Beide Platzverweise werfen Fragen auf und hinterlassen ein „Geschmäckle“.

Vorschau:

Kreisklasse A, 28. Spieltag

(Pfingst-)Montag, 20.05.2024, 15:00 Uhr

TSV Rettigheim 1902 e.V. (7.) – TSV Gauangelloch (10.)

Spielbericht: DJK/FC Ziegelhausen/Peterstal 2 – TSV Rettigheim 1902 e.V.  4:2 (2:1)

The trend is your friend…

…das gilt nicht nur für die Ergebnisse der letzten Wochen (nur 5 Punkte aus den letzten 6 Partien), sondern auch für die Ausfälle im Kader des TSV. Mit dem dritten sieglosen Spiel in Folge, rutscht der TSV zwar (noch) nicht tabellarisch, aber punktetechnisch in gefährliche Regionen der Tabelle und muss sich wohl oder übel mit dem eigentlich nicht mehr geglaubten Abstiegskampf auseinandersetzen. Trainer Christ muss weiter auf wichtige Stammkräfte verzichten und wiederholt improvisieren. Wenn dann noch unglückliche (Spiel-) Umstände und mangelnde Einsatzbereitschaft hinzukommt, ist eine Niederlage vorprogammiert.

Wie in den vergangenen Wochen schon, setzte der Gastgeber auf Stammkräfte der Landesligamannschaft. Aus dem sicher geglaubten Absteiger aus der Vorrunde ist somit nicht mehr viel übriggeblieben. Mit statten 15 Punkten und 24:9 Toren aus den letzten 5 Spielen, schossen sich die Heidelberger nicht nur aus den Abstiegsrängen, sondern avancieren (welch Wunder) zur bis dato zweitbeste Mannschaft der Rückrunde. Die angesprochene Verstärkung waren auch in dieser Partie mit unter spielentscheidend.

Zum Spiel: Die Hausherren legten los wie die Feuerwehr und Keeper Max Hohlweck war schon nach wenigen Minuten auf Betriebstemperatur. Obwohl der Start zu erwarten war, hatte der TSV große Probleme. Man überstand den rasanten Start der DJK aber mit Glück, Geschick und Unvermögen des „Favoriten“. Nach gut 25 Minuten konnte der TSV das Spiel deutlich beruhigen und selbst offensiv aktiv werden. Neben der sicherlich besseren und vor allem schnelleren Spielanlage des DJK, mangelte es dem TSV bis zu diesem Zeitpunkt aber an so gut wie allem, was zu einem vernünftigen Fußballspiel gehört. Mitten in diese jetzt ausgeglichenere Spielphase gelang dem DJK aber dann doch die Führung. Ausgerechnet ein direkter Freistoß aus gut 20-25m schlug flach im rechten Toreck ein. Ärgerlich, wenn auch sicherlich überfällig (31.). Torschütze: Landesliga-Stammverteidiger Heinen. Doch die Antwort des TSV ließ nicht lange auf sich warten. Mit dem Gegentreffer kam der Gast aus Rettigheim jetzt deutlich mehr auf. Nach einer ersten Großchance, folgte nur wenige Sekunden später ein Lattentreffer und wiederum kurz danach ein Elfmeter. Adrian Kretz verwandelte sicher zum 1:1 Ausgleich (37.). Bis zur Halbzeit hatte man etwas mehr vom Spiel und durchaus die Gelegenheit zur Führung. Leider war der TSV wohl schon mit den Köpfen in der Kabine, als es mit Halbzeitpfiff einen letzten Eckball zu verteidigen galt. Verteidigt wurde leider gar nichts, so dass Ziegelhausen ohne Gegenwehr aus 3 Meter per Kopf die erneute Führung markieren konnte (45.+3)! Klappe: „Ärgerlich, die Zweite…“! Allerdings: ohne Max Hohlweck im TSV-Tor, wäre das Spiel sicherlich schon nach 20 Minuten deutlich entschieden gewesen.

Ärgerlich ging es auch in der zweiten Hälfte weiter. Trotz großem Vorhaben, waren die TSV-Minuten 46 bis 65 indiskutabel.  Es reihten sich nicht nur Fehler an Fehler, sondern man stellte jetzt auch das Zweikampfverhalten und die Laufbereitschaft komplett ein. Mit dem 3:1 (49.), 4:1 (FE, 57.) und unzähligen weiteren glasklaren Torchancen, war die Partie augenscheinlich nicht nur entschieden, man musste jetzt auch eine richtigen Klatsche befürchten. Der TSV ergab sich seinem Schicksal…bis eben zur besagten 65. Minute. Dann wechselte der Gastgeber nämlich mehrmals. U.a. verließen jetzt die spielbestimmenden Protogonisten das Feld und siehe da…das Spiel kippte sofort. Jetzt kam der DJK nur noch selten über die Mittellinie und der TSV übernahm das Spielgeschehen komplett. Plötzlich war alles wieder da: Spielwitz, Lauffreude und Einsatz. Marvin Rosenberg erzielte prompt den Anschluss zum 4:2 (71.). Hätte man kurz darauf einen weiteren Treffer erzielt, wäre es auch ergebnistechnisch noch einmal eng geworden. Hätte, hätte…wurde es aber nicht. Vielleicht wäre das unterm Strich auch etwas zu viel des Guten gewesen. Stattdessen dezimierte man sich in der Schlussminute per Ampelkarte noch selbst. „Ärgerlich, die… ach, du weißt schon“!

Spielbericht: TSV Rettigheim 1902 e.V. – SG Tairnbach  1:2 (0:0)

Historischer Erfolg! SG Tairnbach nimmt Revanche und siegt verdient in Rettigheim!

Vor stattlicher Kulisse, bestem Fussballwetter und lautstarker Unterstützung der jungen Generation an „TSV-Ultras“, suchte sich der TSV ausgerechnet dieses Spiel aus, um die bis dato bescheidenste Rückrundenleistung abzurufen. In einem eher überschaubaren Ortsderby gewinnt die SG Tairnbach am Ende verdient und nimmt somit Revanche für die ihrerseits nicht minder enttäuschenden Heimniederlage aus der Vorrunde! Es dürfte wahrscheinlich der erste Erfolg des Ortsnachbar in Rettigheim in einem Pflichtspiel gewesen sein…mindestens aber seit Jahrzehnten!

Die Hiobsbotschaften rissen an diesem Spieltag nicht ab. So musste Trainer Christ mit Torhüter Hirschberger (Fingerbruch), Beyer (Krankheit) und Yilmaz (Rippenprellung) gleich drei spielentscheidende Konstanten ersetzen. Dazu fiel mit Hohlweck auch der nächste Torhüter am Morgen krankheitsbedingt aus. Yilmaz konnte wenigstens auf der Bank Platz nehmen…ein Einsatz schien aber unmöglich. Zum Glück erklärte sich der ehemaligen Stammtorhüter Sebastian Martin kurzfristig zum Einsatz bereit und avancierte untrainiert zum „Mann des Tages“ auf Rettigheimer Seite…allein diese Tatsache zeigt die Leistung des Teams an diesem Abend.

Die Geschichte der ersten Hälfte ist schnell erzählt. Die einen wollten und die anderen konnten nicht. So in etwa neutralisierten sich beide Teams weitestgehend zwischen den beiden Strafräumen. Der TSV wirkte sehr nervös und erreichte bis auf wenige Augenblicke nie Normalform. Das machte es der SG ziemlich einfach, die eher harmlosen Angriffsversuche zu verteidigen und nur das Nötigste zu tun. Viele Ballverluste, mangelnde Präzession im Passspiel und immer wieder verpuffende Offensivaktionen, machten das TSV-Spiel unansehnlich und ungewohnt harmlos.

Mit dem ersten Angriffsversuch der zweiten Hälfte hatte der TSV gleich die Möglichkeit zur Führung. Es war der Startschuss der besten TSV-Phase im Spiel. Die Worte von Trainer Christ schienen Wirkung zu zeigen. Mit der Hereinnahme des angeschlagenen Yilmaz kam zusätzlicher Schwung ins Team. Bis zur 65. Minute hatte der TSV das Spiel im Griff und erarbeitete sich etliche Tormöglichkeiten. Ein Fehler in der Tairnbacher Hintermannschaft beschwerte dem TSV dann die zu diesem Zeitpunkt hochverdiente Führung. Krystian Kubiczek fing einen verunglückten Ball im Strafraum der Gäste ab und bediente Rosenberg, der keine Mühe hatte das 1:0 zu erzielen (64.)! Doch mit dem Führungstreffer stellte der TSV das Fußballspielen ein und zwar komplett. Erst recht mit dem Ausgleich der Tairnbacher nur 4 Minuten nach dem Führungstreffer (68.). Ab der 70. Minute verlor der TSV nicht nur den Mut, sondern auch die Einstellung und vor allem die Disziplin. Ein Mittelfeld war quasi nicht mehr vorhanden und die Laufbereitschaft wurde unerklärlicherweise gänzlich eingestellt. Die letzten 20 Minuten bleiben auch im Nachgang ein Rätsel. Das kapierte auch der Gast aus Tairnbach relativ schnell und witterte nun die Chance auf drei Punkte. Auch weil der TSV den Gast nun förmlich zur Spielentscheidung einlud. Allein Torhüter Martin war es zu verdanken, dass die Partie nicht schon viel früher entschieden wurde. Es dauerte allerdings bis zur 90. Minute, ehe sich die SG dann auch verdientermaßen belohnte. Völlig unbedrängt durfte Tairnbachs Kohl eine Flanke mutterseelenallein aus 5 Meter ins Tor köpfen. Es war der Höhepunkt einer unerklärlich schwachen Leistung in einem eigentlich tollen Spiel vor großer Kulisse.

Spielbericht: FC Sandhausen – TSV Rettigheim 1902 e.V.  1:1 (0:0)

Ausgleich in der Nachspielzeit! TSV verschenkt Punkte fahrlässig!

Wie ein Fußballspiel laufen kann, wenn man sich zu sicher fühlt, musste der TSV beim Auswärtsspiel in Sandhausen mal wieder erfahren. Dabei war der TSV über 90 Minuten das klar bessere Team und verschenkte am Schluss zwei Punkte leichtfertig.

Mit Beginn der Partie, nahm der TSV das Heft in die Hand. Der Hausherr stand tief in der eigenen Hälfte und setzte überwiegend auf Konterfußball. So entwickelte sich eine einseitige Partie mit deutlichem Chancenplus für die Gäste aus Rettigheim. Sicherlich wäre das Spiel anders verlaufen, hätte Krystian Kubiczek nach 17 Minuten einen an Yilmaz verschuldeten Elfmeter verwandelt. Der Ball landete aber nicht im, sondern gut drei Meter überm Tor. Es wäre die folgerichtige Führung für den TSV gewesen. Aber auch im Anschluss, hatte der TSV gut ein halbes Dutzend Tormöglichkeiten, die allesamt fahrlässig vergeben wurde. Auf der anderen Seite blieb der Aufsteiger aus Sandhausen ungefährlich. Einen weiteren Elfmeter hätte es kurz vor der Halbzeitpause geben müssen, als Rosenberg einschussbereit am sicheren 0:1 regelwidrig und fünf Meter vor dem Tor gehindert wurden. So wurden mit einem schmeichelhaften 0:0 die Seiten gewechselt.

Auch in der zweiten Hälfte änderte sich das Bild nur wenig. Der FC Sandhausen generierte weiter wenig bis keine nennenswerte Torgefahr, während der TSV vielversprechende Angriffe und Torchancen nicht zu Ende spielte oder einfach leichtfertig vergab. Die längst überfälligen 0:1-Führung durch Rettigheims Rosenberg nach 65 Minuten, sollte nun endlich etwas Ruhe ins TSV-Spiel bringen. Tat es an sich auch, wäre da nicht die an diesem Tag mangelnde Chancenwertung gewesen. Der FC Sandhausen öffnete nun etwas die Pforten und der TSV hatte Platz zum Kontern. Wie diese, zum Teil in Mehrfachüberzahl vorgetragenen Angriffsversuche aber dann zu Ende gespielt wurden (oder eben auch nicht), war zum Teil schon haarsträubend. Anstatt das Spiel in dieser Phase deutlichst zu entscheiden, vergab man eine Torchance nach der anderen oder den Angriff dazu. Entweder spielte man unsaubere Bälle zum nur wenige Meter entfernten Mitspieler und verwickelte sich in unnötige Zweikämpfe. Und so gab man einem eher harmlosen Gegner weiter den Glaube zum Ausgleichstreffer. Wie Spiele dann eben laufen können, wenn man selbst nicht konsequent agiert, zeigte die Schlussviertelstunde. Zuerst musste der defensivstarke K. Kubiczek nach einem Hinterkopftreffer benommen ausgewechselt werden (74.). Jetzt fehlte es an Lufthoheit, gerade bei Standards. Mehrere FC-Eckbälle brachte jetzt etwas Torgefahr. Konnte man diese aber noch relativ stabil wegverteidigen, kamen in der Nachspielzeit zu viele unnötige Freistöße aus dem Halbfeld dazu. Hier agierte der TSV unclever. Und dann kam es wie es kommen musste, oder besser: es kam so, wie es in solchen Spielen fast immer läuft. Einer dieser unnötigen Freistöße aus dem rechten Halbfeld (es war der letzte im Spiel), führte zum Ausgleich in der 90.+3. Minute. Auch hier zeigte der TSV ohne Kubiczek mangelnde Konsequenz in der Verteidigung. Mit dem Gegenzug hatte der TSV nochmals die Chance auf die erneute Führung, doch auch diese letzte Möglichkeit wurde vergeben. So blieb es bei einem für die Hausherren äußerst äußerst glücklichen Unentschieden. Für den TSV fühlte es sich an wie eine Niederlage…eine hausgemachte Niederlage.

Vorschau:

Kreisklasse HD, 25. Spieltag

Derbytime in Rettigheim!

Dienstag, 30.04.2024; 19:00 Uhr

TSV Rettigheim 1902 e.V. (7.) – SG Tairnbach (5.)

Tabellennachbar, Ortsteil und eine aus Sicht der Gäste offene Rechnung aus der Vorrunde. Die Vorzeichen zum Derby gegen die SG Tairnbach versprechen einen heißen „Tanz in den Mai“ auf dem Rettigheimer Hahnenberg. Die Mannschaften trennen 2 Tabellenplätze und lediglich einen Punkt. Besser können die Voraussetzungen für ein spannendes und hochinteressantes Flutlichtspiel also gar nicht sein. Schließlich gehts hier auch nicht nur um Punkte…

Spielbericht: TSV Rettigheim 1902 e.V. – SV 08 Waldhilsbach  3:2 (2:2)

Hochverdienter Heimsieg! TSV dreht Partie…

Der TSV gewinnt auch das dritte Heimspiel in Folge mehr oder weniger souverän und hält mit nun 16 Punkten aus den letzten 7 Spielen weiter Tuchfühlung zu Platz 3 in der Tabelle. Dabei war es lange Zeit schwere Fußballkost auf dem Hahnenberg, doch am Ende brachte der Hausherr aus Rettigheim die deutliche Überlegenheit auch über die Ziellinie.

Mit Beginn der Partie übernahm der TSV das Spielgeschehen und setzte die abstiegsbedrohten Gäste aus Waldhilsbach über weite Strecken in der eigenen Hälfte fest. Allerdings fehlte bis zur 30. Minute die Durchschlagskraft in der Offensive. Der berühmte letzte Ball, wollte einfach nicht an die richtige Stelle. Da auch der SV Waldhilsbach keine Mittel fand, um gefährliche in Strafraumnähe zu gelangen und dazu die TSV-Abwehrreihe Waldhilsbachs Lebensversicherung Lipschitz gut im Griff hatte, war das Spiel lange Zeit nicht vergnügungssteuerpflichtig. Erst in den letzten 10 Minuten der ersten Hälfte überschlugen sich quasi die Ereignisse. Mit dem Führungstreffer durch Rosenberg in der 36. Minute, sah zunächst alles so aus, als würde man die spielerische Überlegenheit nun auch im Ergebnis sichtbar machen können. Fabian Blum setzte Rosenberg gekonnt in Szene, der wiederum wenig Mühe hatte, den Ball zur Führung im Tor unterzubringen. Der Bann schien gebrochen und die Dinge sollten ihren Lauf nehmen…wäre da nicht ein etwas seltsamer Elfmeterpfiff in der 44. Minute gewesen. Alle schauten sich etwas verwundert an, doch der Unparteiische sah beim Schussversuch eines Waldhilsbachers aus 5m Torentfernung eine Regelwidrige Aktion von TSV-Keeper Hirschberger. Nur: außer, dass dieser den Ball gekonnte parierte, passierte in der Szene nicht viel. Am Ende hatte der Schiedsrichter auch Erklärungsnöte…den Elfmeter gabs aber trotzdem. Lipschitz ließ sich nicht zweimal bitten und glich aus (44.). Als wäre das nicht schon genug des Guten, ging der SVW vor der Halbzeit sogar noch in Führung. Mit der ersten, aus dem Spiel heraus gelungen Aktion in Richtung TSV-Gehäuse, erzielen die Gäste das 1:2 (45.+4). Es war der erste und letzte nennenswerte Torschuss auf das Rettigheimer Tor während der gesamten 90 Minuten. Doch das Spiel war immer noch nicht in der Pause. Gleich mit der ersten Aktion nach dem Elfmeter, traf der TSV den Pfosten, ehe mit dem zweiten Angriff, nur Sekunden später, der Ausgleich fiel. Breitner brach über die rechte Angriffsseite durch, drang in den 16m Raum ein und bediente den völlig freistehenden Blum, der nur noch einschieben musste (45.+5). Mit einem schmeichelhaften 2:2 ging es dann in die Kabinen.

Das Spiel hatte man im Griff. Das Ergebnis nicht. Es folgten deutliche Worte von Trainer Christ. Der TSV beherrschte die Partie weiterhin, kam aber nicht zu gefährlichen Abschlüssen. So verstrich die Zeit und der TSV versuchte nun verzweifelt den entscheidenden Treffer zu erzielen. Um die 70. Minute hätte es Elfmeter für den TSV geben können, vielleicht sogar müssen. Ein hoher, langer Ball erreichte Stürmer Yilmaz im Strafraum. Der Torhüter versuchte zwar den Ball wegzufausten, räumte aber dabei den zum Kopfball gehenden Yilmaz gut 12-13m vor dem Tor grob aus dem Weg. Der Pfiff blieb aus und das Unverständnis über die Beurteilung der Elfmeterszenen wuchs. Doch in der 77. Minute konnte der Unparteiische dann nicht mehr falsch liegen. Wieder war es Breitner, vielleicht der „Man oft the Match“ an diesem Tag, der wiederholt von der rechten Angriffsseite in den Strafraum eindringen und nur durch ein Foul gestoppt werden konnte. „Oldie“ Krystian Kubiczek verwandelte den fälligen Strafstoß sicher zum 3:2 (77.). Die Partie war endlich gedreht, aber halt noch nicht zu Ende. Waldhilsbach warf nun alles nach vorne und der TSV hatte Kontermöglichkeiten. Da man diese aber eher spärlich ausspielte, wurde es dann doch noch einmal eng. Eine brenzlige Situation musste, man noch überstehen…dann war das Spiel zu Ende und der TSV gewinnt, dem Spielverlauf entsprechend verdientermaßen mit 3:2 Toren. Weniger wäre auch des Guten zu viel gewesen.

Vorschau:

Kreisklasse A, 24. Spieltag

Sonntag, 21.04.2024; 15:00 Uhr

FC Sandhausen (9.) – TSV Rettigheim 1902 e.V. (6.)

Spielbericht: TB Rohrbach/Boxberg – TSV Rettigheim 1902 e.V.  2:0 (1:0)

Schwache Leistung beim Tabellenführer bringt erste Niederlage im neuen Jahr!

Der TSV musste deutlich ersatzgeschwächt zum Tabellenführer und designierten Aufsteiger auf den Boxberg reisen. Es waren also keine guten Vorzeichen für ein im Vorfeld schon äußerst schwieriges Unterfangen. Vielleicht erklärt das dann auch die ungewohnt schwache Leistung der Christ-Truppe während der gesamten 90 Minuten, aber speziell die der zweiten Hälfte.

Bereits nach drei Minuten unterstrich der Turnerbund seine Ambitionen, an diesem Nachmittag keine Zweifel über den Ausgang des Spiels offen zu lassen. Mit einem Treffer der Marke „Sonntagschuss“ aus halblinker Angriffsposition in den entfernten Torwinkel, bekam der Matchplan des TSV sogleich einen herben Dämpfer. Es dauerte gut bis zur 15.-20. Minuten, bis der TSV etwas mehr Sicherheit ins eigene Spiel bringen konnte und dann doch gut mitspielte. Vielleicht war man sogar etwas besser…zumindest genierte der TSV jetzt mehr Torgefahr. Das gipfelte mit einem zugesprochenen Foulelfmeter in der 21. Minute, den Yilmaz allerdings vergab. Es passte irgendwie zum gesamten Nachmittag. Auch im weiteren Verlauf der ersten Hälfte hatte man durchaus mehr vom Spiel. Allerdings und das gehört auch zur Wahrheit, hätte der TB Rohrbach/Boxberg sicherlich jederzeit eine Schippe drauflegen können, wäre es ergebnistechnisch eng geworden. Trotzdem stand es eben aber nur 1:0 zur Halbzeitpause.

Doch wie schon in der ersten Hälfte, musste der TSV gleich wieder einen Rückschlag hinnehmen. Zwei Minuten nach Wiederbeginn erhöhte TB auf 2:0 und entschied so im Nachhinein gesehen die Partie. Denn fortan plätscherte das Spiel mehr oder weniger so dahin. Mangels größerer Alternative von der Bank, schwindender Kräfte, doch vor allem, weil der Glaube an eine Aufholjagd nicht mehr vorhanden war, ergab sich das Team ihrem Schicksal und schaltete in der Verwaltungsmodus. Das war eigentlich die bitterste Erkenntnis der letzten 30 Minuten. Einzig TSV-Torhüter Hirschberger hatte nicht nur Normalform, sondern wuchs über sich hinaus. Hirschberger vereitelte Torchance um Torchance der Hausherren, während man selbst keinerlei Möglichkeiten mehr erarbeitete. So blieb es am Ende bei einer verdienten 2:0 Niederlage beim Tabellenführer.

Vorschau:

Sonntag, 14.04.2024; 15:00 Uhr

TSV Rettigheim 1902 e.V. (8.) – SV Waldhilsbach (12.)

Spielbericht: VFR Walldorf – TSV Rettigheim 1902 e.V.  2:2 (2:2)

Punkt teuer erkauft! TSV bleibt im Jahr 2024 aber weiter ungeschlagen!

In einem durchaus interessanten und temporeiche A-Klassenspiel lieferten sich beide Teams ein bis zum Schlusspfiff packendes Duell. Coach Christ musste bereits vor dem Spiel improvisieren. Mit Beyer fehlte der zentrale Abwehrchef und auch sonst war die Personaldecke eher dürftig. Dazu verletzte sich der nächste Eckpfeiler in Rettigheims Abwehr, Felix Birkelbach, wohl schwerer. Ein weiterer Platzverweis tut das übrige hinzu. Zum Glück kehrten mit Kubiczek und Yilmaz zwei wichtige Akteure zurück.

Gleich mit dem Anpfiff setzte der heimische VFR Walldorf den TSV unter Druck. So musste TSV-Keeper Hirschberger bereits nach vier Minuten sein ganzes Können unter Beweis stellen. Mit einem Monsterreflex kratzte er einen Kopfball aus 5m Torentfernung von der Linie. Bereits früh war klar, wie der Rest des Abends verlaufen würde, wenn man die notwendigen Prozentpunkte nicht auf den Platz bringt. Denn nach 6 Minuten war es auch am Ergebnis abzulesen. Mit dem nächsten Angriff stellte der VFR auf 1:0! Folgerichtig, denn der TSV hatte in der Anfangsviertelstunde praktisch keinen Zugriff auf die Partie. Erst allmählich befreite man sich und bekam das Spiel besser in den Griff. Auch deshalb war der Ausgleichstreffer durch Spieler-CoTrainer Yilmaz in der 28. Minute nicht unverdient. Der Ausgleich hielt allerdings nicht lange. Begünstigt durch die nach Birkelbachs verletzungsbedingter Auswechslung in der 33. Minute und der noch nicht sortierten, weil wieder neuformierten Abwehr, gepaart mit freundlichem Geleitschutz, kam der VFR zu einem weiteren Treffer (36.). Unnötig, wenn auch zu diesem Zeitpunkt ebenfalls nicht unverdient.  Doch der TSV kam jetzt immer besser ins Spiel und konnte mit dem Halbzeitpfiff erneut ausgleichen. Stark von Tarlanovic von der linken Angriffsseite vorbereitet, musste der zentral vor dem Tor stehende Artin nur noch einschieben (45.+2)!

Trainer Christ fand in der Halbzeitpause wohl die richtigen Worte. Denn mit Beginn der zweiten Hälfte war der TSV spielbestimmend! Der TSV hatte jetzt das Zentrum wesentlich besser im Griff und auch die Offensive beschäftige die VFR-Abwehr immer wieder aufs Neue. Das wiederum hatte zur Folge, dass der VFR jetzt nicht mehr so mutig nach vorne agierte und es sei vorweggenommen, auch in Überzahl konnten die Hausherren keine weitere nennenswerte Torchance generieren. Ganz im Gegenteil. Der TSV hatte jetzt ein deutliches Chancenplus. Die größte zum Führungstreffer hatte wohl Adrian Kretz, dessen Vollspann-Schuss aus 20m abgefälscht und deshalb brandgefährliche gerade noch so vom VFR-Torhüter erreicht werden konnte. Dann entglitt dem sonst souveränen und wenig auffälligem Unparteiischen die Partie für wenige Minute. Gleich zwei äußerst umstrittene Situationen binnen drei Minuten wurden zum Nachteil für den TSV. Einen zwingenden Platzverweis hätte es für den VFR Walldorf geben müssen, als ein VFR-Akteur in aller höchster Not und vollem Tempo an der Strafraumgrenze per üblem Tritt mit gestrecktem Bein eine schwere Verletzung seines Gegenspielers billigend in Kauf nahm, dafür aber „nur“ die gelbe Karte erhielt. Den Platzverweis gab es dann aber wenige Augenblicke später auf der anderen Seite. Eine vergleichsweise harmlose Aktion, aber direkt vor der Bank des VFR bedeutete das vorzeitige aus für TSV´ler Kretz (68.). Überall sonst auf dem Platz hätte es wohl überhaupt keine Konsequenz vom Unparteiischen gegeben. Da aber die komplette VFR Bank inzwischen 10m im Platz stand und wild auf Kretz losgingen, sah sich der Schiedsrichter wohl zu solch einer Beurteilung gezwungen. Eine völlig unnötige und total überzogene Bestrafung, gerade wenn man das brutale Foulspiel zuvor in Relation setzt. Diese beiden Aktionen änderten das Spielgeschehen jetzt natürlich wieder. Der VFR bekam in Überzahl etwas Oberwasser. Wie schon erwähnt wurde es aber nie richtig gefährlich. Der TSV verteidigte den Punkt mutig und aufopferungsvoll bis zum Schluss. Apropos Schluss: Mit der letzten Aktion des Spiels, weit in der Nachspielzeit, wurde dem TSV zudem noch ein glasklarer Foulelfmeter verweigert. Der Tritt gegen Yilmaz im Strafraum dürfte wohl noch im benachbarten Sandhausen zu hören gewesen sein.  

Unterm Strich geht das Unentschieden wohl für beide Teams in Ordnung. Auch wenn der TSV die zweite Halbzeit bestimmte, so war der VFR gerade in der ersten Halbzeit das bessere Team.

Wir wünschen Felix Birkelbach auf diesem Wege eine schnelle Genesung und hoffen nicht, dass sich die ersten Vermutungen einer schweren Knieverletzung bewahrheiten. Wir drücken beide Daumen!

Spielbericht: FC Hirschhorn – TSV Rettigheim 1902 e.V.  2:4 (1:1)

TSV startete Serie und gewinnt auch im fernen Hirschhorn!

Die Vorzeichen schienen vor der Partie beim stark abstiegsgefährdeten FC Hirschhorn nicht gerade optimal. Mit Yilmaz und K. Kubiczek fehlte der komplette Sturm. Zudem musste man mit einem Rumpfkader von gerade mal 14 Mann die Reise nach Hirschhorn antreten. Wären das nicht schon genug Probleme, tauchte auch der eigentlich eingeteilte Schiedsrichter nicht auf. Ersatz musste organisiert werden, weshalb das Spiel dann auch erst mit mehr als 1,5 Stunden Verspätung angepfiffen werden konnte. An dieser Stelle ein „Dankeschön“ an den Sportskameraden Strähle, der kurzfristig einen weiten Anfahrtsweg auf sich nahm, um das Spiel überhaupt stattfinden lassen zu können.

Dann ging es endlich los…und das gleich mit einem Rückschlag. Zu der eh schon bescheidenen Gesamtsituation, passte der 1:0 Führungstreffer der Hirschhorner durch ein Eigentor des Rettigheimers Breitner nach nur 7 Minuten. Es war zwar ein schöner Kopfballtreffer, trug aber nicht gerade zur Beruhigung der Situation bei. Breitner trifft dabei recht wenig Schuld, vielmehr wollte man eine Freistoßflanke aus dem Halbfeld nicht konsequent klären. Breitner fiel der Ball dann mehr oder weniger am langen Pfosten auf den Kopf.  Fortan nahm der TSV das Heft aber in die Hand. Vorweg: und gab es auch nicht wieder her. Spielbestimmend, zielstrebig und geduldig legte man sich den Gegner immer wieder zurecht. Dabei gab es in der ersten halben Stunde gleich mehrere gute Möglichkeiten zum Ausgleich. Schließlich war es nur eine Frage der Zeit. Doch es brauchte ein Geniestreich, um das Ergebnis auch endlich auf der imaginären Anzeigentafel auf 1:1 zu stellen. Adrian Kretz zauberte einen direkten Freistoß aus gut 25m unhaltbar in den Torwinkel (36.). Die Führung noch vor der Halbzeit wäre mit mehr Konsequenz durchaus möglich gewesen.

Mit etwas Korrektur und den nötigen Worten von Trainer Björn Christ in der Halbzeitansprache, zeigte sich der TSV nun auch effektiv. Mit seinem ersten Treffer im neuen Trikot, stellte Marvin Rosenberg nach 50. Minuten die Weichen für den Auswärtssieg dann endgültig. Per Doppelschlag in der 68. und 69. Minute durch David Kubiczek und erneut Marvin Rosenberg, war die Partie, jetzt bei unschönem Aprilwetter, dann auch entschieden. Weitere Treffer wären auch dann noch möglich gewesen. Der FC Hirschhorn betrieb in der 82. Minute durch eine Ecke noch einmal Ergebniskosmetik, blieb aber während der gesamten 90 Minuten ohne nennenswerte Tormöglichkeit.

Mit dem vierten Sieg in Folge startet der TSV nicht nur eine kleine Serie, sondern stellt auch wieder Tuchfühlung zum oberen Tabellendrittel her. Eine Tatsache, die so im Dezember 2023 sicherlich noch nicht absehbar war. Das Team zeigt sich deutlich verbessert und macht definitiv Lust auf mehr.

Vorschau:

Kreisklasse A, 20. Spieltag

Mittwoch, 03.04.2024, 19:45 Uhr

VFR Walldorf (10.) – TSV Rettigheim 1902 e.V. (7.)

Kreisklasse A, 22. Spieltag

Sonntag, 07.04.2024, 15:00 Uhr

TB Rohrbach/Boxberg (2.) – TSV Rettigheim 1902 e.V. (7.)